Einfache Verzinsung und Zinseszins
Bei einfacher Verzinsung werden Zinsen nur auf das Anfangskapital berechnet und nicht wieder angelegt. Beim Zinseszins werden die Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in den Folgejahren mitverzinst. Dadurch wächst das Kapital mit der Zeit immer schneller.
Beispiel: 10.000 € zu 3 % über 10 Jahre
| Methode | Zinsen gesamt | Endkapital |
|---|---|---|
| einfache Verzinsung | 3.000,00 € | 13.000,00 € |
| mit Zinseszins (jährlich) | 3.439,16 € | 13.439,16 € |
Formeln
- Einfache Zinsen = Kapital × Zinssatz × Jahre
- Endkapital mit Zinseszins = Kapital × (1 + Zinssatz)Jahre
- Tageszinsen (deutsche Methode) = Kapital × Zinssatz × Tage ÷ 360
Zinsen bei Krediten berechnen
Bei Ratenkrediten sinkt die Schuld mit jeder Rate, deshalb lassen sich die Zinskosten nicht mit der einfachen Formel ermitteln. Dafür eignet sich der Kreditrechner. Wer regelmäßig spart, nutzt den Zinseszinsrechner mit Sparrate.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Zinsen für ein Jahr?
Multiplizieren Sie das Kapital mit dem Jahreszinssatz. 10.000 Euro zu 3 % ergeben 300 Euro Zinsen pro Jahr.
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Beim Zinseszins werden bereits gutgeschriebene Zinsen mitverzinst. Über lange Zeiträume entsteht dadurch ein deutlich höheres Endkapital.
Werden Steuern berücksichtigt?
Nein. Kapitalerträge können der Abgeltungsteuer unterliegen, außerdem mindert die Inflation die Kaufkraft. Beides ist nicht Teil der Beispielrechnung.
Quellen
- § 248 BGB – Zinseszinsen – Bundesministerium der Justiz

