Baufinanzierungsrechner
Beispielrechnung ohne Gewähr. Tatsächliche Konditionen hängen von Bonität, Anbieter und Laufzeit ab.
So funktioniert ein Forward-Darlehen
Sie schließen heute einen Darlehensvertrag ab, der erst zu einem späteren Termin ausgezahlt wird, in der Regel zum Ende Ihrer aktuellen Zinsbindung. Bis dahin zahlen Sie nichts. Der Zinssatz wird bereits bei Vertragsschluss festgeschrieben.
Vorteile und Risiken
| Vorteile | Risiken |
|---|---|
| Planungssicherheit für die Rate nach der Zinsbindung | Aufschlag verteuert den Zins |
| Schutz vor steigenden Zinsen | Fallen die Zinsen, bleibt der höhere Vertragszins |
| Keine Kosten bis zur Auszahlung | Nichtabnahme kann eine Entschädigung auslösen |
Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?
- wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten Jahren ausläuft und eine hohe Restschuld besteht
- wenn Sie mit steigenden Zinsen rechnen oder eine höhere Rate nicht verkraften könnten
- wenn Planungssicherheit für Sie wichtiger ist als die Chance auf fallende Zinsen
Eine verlässliche Zinsprognose gibt es nicht. Ein Forward-Darlehen ist deshalb eher eine Versicherung gegen steigende Zinsen als eine Wette auf den Markt.
Worauf Sie achten sollten
- Aufschläge mehrerer Banken für die gleiche Vorlaufzeit vergleichen.
- Bereitstellungszinsen bei verspäteter Abnahme ausschließen.
- Tilgung und Sondertilgungsrechte für die neue Laufzeit festlegen.
- Kündigungsrecht nach § 489 BGB prüfen: Liegt der zehnjährige Kündigungstermin schon früher, kann das Forward-Darlehen früher starten.
Weitere Optionen erläutert der Ratgeber Anschlussfinanzierung.
Häufige Fragen
Wie weit im Voraus kann man ein Forward-Darlehen abschließen?
Viele Banken bieten Vorlaufzeiten von bis zu mehreren Jahren an. Je länger die Vorlaufzeit, desto höher der Aufschlag.
Was passiert, wenn die Zinsen fallen?
Der vereinbarte Zins bleibt verbindlich. Wird das Darlehen nicht abgenommen, kann die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung verlangen.
Quellen
- § 489 BGB – Bundesministerium der Justiz
- Bauzinsen aktuell – Interhyp AG

