So funktioniert ein P2P-Kredit
- Sie stellen online einen Kreditantrag mit Angaben zu Einkommen und Verwendungszweck.
- Die Plattform prüft die Bonität und ordnet Sie einer Risikoklasse zu.
- Private Anleger investieren in Ihr Kreditprojekt.
- Eine Partnerbank zahlt den Kredit aus und tritt die Forderung an die Anleger ab.
- Sie zahlen feste Monatsraten an die Plattform.
P2P-Kredit oder Bankkredit?
| P2P-Kredit | Bankkredit | |
|---|---|---|
| Zielgruppe | auch Antragsteller, die bei Banken abgelehnt werden | gute Bonität |
| Zinsen | stark risikoabhängig, oft höher | bonitätsabhängig |
| Kosten | ggf. Vermittlungsgebühr, im effektiven Jahreszins enthalten | meist keine gesonderten Gebühren |
| Rechtsschutz | Verbraucherdarlehensrecht, sofern Vertragspartner gewerblich | Verbraucherdarlehensrecht |
Worauf Kreditsuchende achten sollten
- Effektiven Jahreszins inklusive aller Gebühren vergleichen.
- Keine Gebühren vor Auszahlung zahlen, siehe Warnsignale.
- Impressum, Partnerbank und Vertragsbedingungen prüfen.
Hinweise für Anleger
Wer Geld über P2P-Plattformen verleiht, trägt das Ausfallrisiko. Anders als bei Tagesgeld gibt es keine gesetzliche Einlagensicherung. Streuen Sie Beträge breit und investieren Sie nur Geld, dessen Verlust Sie verkraften können.
Weitere Möglichkeiten beschreibt der Ratgeber Geld leihen.
Häufige Fragen
Sind P2P-Kredite seriös?
In Deutschland arbeiten etablierte Plattformen mit regulierten Partnerbanken zusammen. Prüfen Sie dennoch Impressum, Partnerbank und Kosten und zahlen Sie niemals Gebühren vorab.
Bekomme ich einen P2P-Kredit trotz Schufa-Eintrag?
Das ist teilweise möglich, weil Plattformen auch höhere Risikoklassen annehmen. Die Zinsen sind dann jedoch deutlich höher.
Quellen
- § 491 BGB – Verbraucherdarlehensvertrag – Bundesministerium der Justiz
- § 655c BGB – Vergütung des Darlehensvermittlers – Bundesministerium der Justiz

