So funktioniert ein Rahmenkredit
Die Bank räumt Ihnen einen Kreditrahmen ein, zum Beispiel über ein separates Konto oder eine Kreditkarte. Sie rufen Beträge nach Bedarf ab, zahlen mindestens eine vereinbarte Monatsrate und können jederzeit mehr zurückzahlen. Zurückgezahlte Beträge stehen erneut zur Verfügung.
Rahmenkredit, Dispo und Ratenkredit im Vergleich
| Rahmenkredit | Dispokredit | Ratenkredit | |
|---|---|---|---|
| Verfügbarkeit | wiederholt abrufbar | auf dem Girokonto | einmalige Auszahlung |
| Zins | variabel, meist unter Dispo | variabel, meist hoch | fest |
| Rückzahlung | flexibel, Mindestrate | flexibel | feste Raten |
| Planbarkeit | mittel | gering | hoch |
| Geeignet für | wiederkehrenden, unregelmäßigen Bedarf | kurze Engpässe | größere, planbare Anschaffungen |
Vorteile und Nachteile
- Vorteile: Flexibilität, Zinsen nur auf die Nutzung, oft günstiger als der Dispo
- Nachteile: variabler Zins, Verlockung zur Dauernutzung, bei geringer Mindestrate lange Laufzeit
Tipps
- Nur so viel abrufen wie nötig und zügig zurückzahlen.
- Zinsen mit einem Ratenkredit vergleichen, wenn der Betrag länger genutzt wird.
- Einen dauerhaft genutzten Dispo per Rahmen- oder Ratenkredit ablösen, siehe Umschuldung.
Häufige Fragen
Ist ein Rahmenkredit günstiger als ein Dispo?
In der Regel ja, weil der Zins meist niedriger ist. Vergleichen Sie trotzdem die konkreten Konditionen.
Kann sich der Zins beim Rahmenkredit ändern?
Ja, Rahmenkredite sind meist variabel verzinst. Die Bank kann den Zins nach den vertraglichen Regeln anpassen.
Quellen
- § 491 BGB – Verbraucherdarlehensvertrag – Bundesministerium der Justiz
- § 504 BGB – Eingeräumte Überziehungsmöglichkeit – Bundesministerium der Justiz

